Germania verliert erneut in Unterzahl

Erneut war es ein eigener Spieler, der mit überflüssigen Bemerkungen dafür sorgte, dass seine Kollegen bei sehr hohen Temperaturen mehr als eine Halbzeit in Unterzahl agieren mussten und so aus einer 1:0 Führung am Ende eine deutliche 1:4 Niederlage wurde. Die achte !!! rote Karte der laufenden Saison ist einerseits Ausdruck dafür, dass der Lerneffekt in dieser Hinsicht bei unseren Spielern scheinbar aus bleibt. Andererseits hat man das Gefühl, dass die Gilde der jungen Schiedsrichter regelrecht darauf zu warten scheint, den negativen Ruf, den die Mannschaft durch einige Wenige erlangt hat, mit teilweise überzogenen roten Karten zu untermauern. Fakt ist jedoch, dass dieses negative Verhalten unserer Spieler Punkte kostet, besonders im Abstiegskampf mehr als bitter.

Bis zur roten Karte für F. Hajzeraj in der 42. Minute entwickelte sich auf dem Kunstrasen in Erlensee ein abwechslungsreiches Gruppenligaspiel, in dem die Hausherren die ersten Chancen hatten. Ein Freistoß v. A. Schunk an den Pfosten und zwei weitere gute Einschussmöglichkeiten konnten notiert werden, doch Germania-Keeper M. Aschenbach und seine Vorderleute vereitelten eine Führung des Tabellendritten. Auf der anderen Seite näherte sich die Germania einige Male durch schnelles Umschalten dem gegnerischen Tor, ohne jedoch zunächst zwingend genug zu sein. Dies änderte sich in der 24 Minute, als ein von M. Cofone gut servierter Freistoß von C. Günsche ins Zentrum befördert wurde, wo M. Zakarija am höchsten stieg und zur Gästeführung einköpfte. Erlensee war nun sichtlich geschockt und hatte Glück, dass D. Protzel nach dem besten Germaniaangriff allein vor Keeper M. Frigg am Innenpfosten scheitere. Die ominöse 42. Minute sollte dem Spiel dann die entscheidende Wendung geben. Ein Handspiel des Erlenseers Schultheis im Klein-Krotzenburger Strafraum ahndete der Unparteiische zur Überraschung aller mit einem Elfmeter. A. Schunk trat an, scheitere jedoch am bravourös reagierenden Aschenbach, der den Ball an den Pfosten lenken konnte. Im allgemeinen Jubel über diese vereitelte Großchance zückte der junge Referee dann wegen vermeintlicher Schiedsrichterbeleidigung besagte rote Karte gegen Mittelstürmer Hajzeraj.

Nach der Pause erkannte Erlensee in Überzahl seine Chance und forcierte das Tempo. Es war A. Schunk vorbehalten, bereits in der 48. Minute mit einer sehenswerten Direktabnahme auszugleichen. Ein Doppelschlag in der 56. und 58. Minute durch J. Forster und S. Wagnerentschied die Partie zu Gunsten des Favoriten. Die Germania versuchte dagegen zu halten und verzeichnete durch M. Zakarija und G. Iantorno zwei gute Einschussmöglichkeiten, die leider ungenutzt blieben. Besser machte es auf der Gegenseite erneut A. Schunk, der in der 66. Minute per Kopf den Endstand erzielte.

Nach dem Spiel wurde der Konjunktiv bemüht: „Hätte, wenn und aber“ – alles nur Gelaber?

Fakt ist, dass die Germania gegen eine spielstarke Mannschaft in Unterzahl- wie bereits eine Woche zuvor – auf mehr oder weniger verlorenem Posten stand und mit P. Doschek, L. Eckert und Kapitän T. Zeiger zudem noch drei verletzte Spieler zu beklagen hat.

Tore: 1:0 Zakarija (24.)

Mannschaft: Aschenbach, Cofone, Zeiger, Zocco, Doschek (42. Menze), Günsche, Protzel (66. Herth), Eckert (52. Iantorno), Tomic, Zakarija, Hajzeraj

Weiterhin zur Verfügung stand: Vogel, Biricik

Besondere Vorkommnisse: TH Aschenbach hält Elfmeter von A. Schunk (42.)

Rote Karte für F. Hajzeraj wegen Schiedsrichterbeleidigung

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